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Es werden Posts vom Dezember, 2019 angezeigt.

War Weihnachten 1973 besser?

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War Weihnachten 1973 besser? Ich habe das Christkind gesehen Im zarten Alter von fünf Jahren saß ich mit meinen Schwestern und mit meinen Eltern um den Adventkranz. Meine große Schwester hatte schon lesen gelernt und ich sah mir leid, weil vor ihr ein dickes Weihnachtsliederbuch lag. Obwohl ich noch nicht alle Lieder auswendig konnte, sang ich doch mit immenser Begeisterung die geliebten Adventlieder.  Mein allerliebstes Lied war: St. Joseph geht von Tür zu Tür. Meine Kinder fanden es immer viel zu lange, aber meistens setzte ich mich lachend durch, es bis zum Ende zu singen. Ich saß da also um den Adventkranz mit den vier brennenden Kerzen. Der Duft von schmelzendem Wachs und dürr werdenden Tannennadeln stieg in meine Nase und ich rutschte unruhig auf meinem Sessel hin und her, während ich aus Leibeskräften mitsang. Die vierte Kerze brannte endlich und ich konnte es kaum mehr erwarten, dass endlich das Christkind kam. Hinter meinem Vater, der mir gegenüber saß, befand sich das F...

Ich war Krankenschwester mit Leib und Seele

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Krankenschwester mit Leib und Seele Ausstieg nach 15 Jahren in der Krankenpflege Als ich 2005 zur Krankenpflege diplomierte war ich vor Motivation kaum zu bremsen. Der Patient steht im Mittelpunkt, war das Credo. Die individuelle Behandlung und Pflege des Patienten war das Um und Auf. Jahre später haben sich "amerikanische Verhältnisse" eingeschlichen und die Angst der Ärzte und des Pflegepersonals, Fehler zu machen, schlug sich auf die Dokumentation nieder. Kein undokumentierter Handgriff, jedes Wort genau überlegt, jede Behandlung zweimal gegengezeichnet.  Aha? Warum schreiben sie denn alles mit?  Gleichzeitig wuchs auch das Misstrauen. Statt Individualität gab es plötzlich Standards, unzählige Formulare, Tabellen, Listen, Programme, Abläufe, Protokolle. Ein Meer aus Formalitäten - Papierkram und Computerarbeit. Manchmal saßen wir länger vor dem Computer als wir im Patientenzimmer verbrachten. Und irgendwann war der Zeitpunkt da, wo ich wegen dieser Entwicklung meine Entt...

Ex-Prostituierte ist für Sexkaufverbot

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Sexarbeit ist Gewalt an Frauen Ex-Prostituierte ist für Sexverbot Huschke Mau ist mit 17 Jahren von zuhause weggelaufen. Sie erfuhr innerhalb der Familie Gewalt und wurde missbraucht.  Huscke erklärt, dass die meisten Frauen, die in der Prostitution landen, vortraumatisiert sind, Abwertung als Frau erfahren haben, in einer finanziellen Notlage sind und eine dritte Person kennen, die ihr beim Einstieg geholfen hat. Diese vier Punkte treffen meist gemeinsam zu. Zehn Jahre war Huschke in der Prostitution und ist heute Aktivistin für das "Nordische Modell", das auf fünf Säulen basiert. 1) die Gesellschaft erkennt Prostitution als Gewalt an Frauen an 2) staatlich garantierte Ausstiegshilfen 3) Aufklärung bereits in den Schulen (wir kaufen keine Frauen) 4) Sexkaufverbot - Strafe für Freier 5) Entkriminalisierung der Frauen Das Nordische Modell gibt es in Schweden, Norwegen, Irland, Island, Kanada, Israel und Frankreich. Seit der Legalisierung gab es in Deutschland 85 Morde an Pro...

Sterbebegleiter und Liedermacher

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Begegnungen im Hospiz Dr. Sepp Fennes ist ehrenamtlicher Sterbebegleiter und Liedermacher Der letzte Abschnitt des Lebens  passt in sein Aufgabengebiet als Trainer und Coach für Persönlichkeitsentwicklung und Menschen in dieser Phase gehören bestmöglich begleitet. "Ich habe in meinem Leben so viel geschenkt bekommen, dass ich einen Teil dieses Geschenkes wieder an Menschen zurückgeben möchte", erzählt er. Als Krankenschwester habe ich schon viele Menschen beim Sterben begleitet und weiß, dass diese Aufgabe sehr hart sein kann. Manchen Menschen werden binnen kurzer Zeit zu "Freunden", andere bleiben einem fremd. Manche Menschen sterben friedlich nach einem erfüllten Leben, andere kämpfen und hadern bis zur letzten Sekunde. "Es ist nicht immer leicht und manchmal brauche ich nach einer Begleitung eine Supervision, weil ich es nicht fassen kann, wie sehr ein Mensch leiden muss. Aber zu 90 % gehe ich aus dem Hospiz hinaus und freue mich, weil ich denke: Ja, das ha...