Ich war Krankenschwester mit Leib und Seele
Krankenschwester mit Leib und Seele
Ausstieg nach 15 Jahren in der Krankenpflege
Als ich 2005 zur Krankenpflege diplomierte war ich vor Motivation kaum zu bremsen. Der Patient steht im Mittelpunkt, war das Credo. Die individuelle Behandlung und Pflege des Patienten war das Um und Auf.
Jahre später haben sich "amerikanische Verhältnisse" eingeschlichen und die Angst der Ärzte und des Pflegepersonals, Fehler zu machen, schlug sich auf die Dokumentation nieder. Kein undokumentierter Handgriff, jedes Wort genau überlegt, jede Behandlung zweimal gegengezeichnet.
Aha? Warum schreiben sie denn alles mit?
Gleichzeitig wuchs auch das Misstrauen.
Statt Individualität gab es plötzlich Standards, unzählige Formulare, Tabellen, Listen, Programme, Abläufe, Protokolle. Ein Meer aus Formalitäten - Papierkram und Computerarbeit.
Manchmal saßen wir länger vor dem Computer als wir im Patientenzimmer verbrachten.
Und irgendwann war der Zeitpunkt da, wo ich wegen dieser Entwicklung meine Enttäuschung nicht mehr verbergen konnte. Ich lamentierte und jammerte, bis ich mir eingestehen musste, dass diese Art der Pflege nicht mehr in mein Leben passt....
Burn Out, ständige Krankenstände und Unzufriedenheit unter dem Pflegepersonal belasteten mich.
Es geht anderen genauso.
Habt ihr Vorschläge, wie sich wieder mehr Pflegende für diesen Beruf begeistern könnten?
Schreibt mir: isabellamariakern@gmx.at
Alles Liebe,
Ciao und Baba,
bei "3 min IMK"
Isabella
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